1547: Der Alchemist Ludolf Lapidius ist erst seit kurzer Zeit in der kleinen Stadt Kirchrode im Oberharz ansässig, als er um medizinische Hilfe bei einem höchst prekären Fall gebeten wird. Das junge Kräuterweib Freyja Säckler, die unter dem Verdacht der Hexerei im Kerker sitzt, ist unter der Folter zusammengebrochen. Lapidius erkennt sofort, dass die Ursache ihres geschwächten Zustandes woanders liegt: Die junge Frau ist mit der Syphilis infiziert, eine verheerende Epidemie, die ganz Europa ergriffen hat. Überzeugt, dass Freyja zu Unrecht als Hexe verfolgt wird, beginnt für Lapidius ein Wettlauf gegen die Zeit, denn man gewährt ihm lediglich drei Wochen, um seine schwer kranke Patientin zu heilen. Er nimmt sie in seinem Haus auf und behandelt sie in seiner Hitzkammer mit einer Kur, die ihn einst selbst von der tödlichen Seuche befreite.
Doch dann ereignet sich Grauenhaftes in dem friedlichen Ort: Unter Freyjas Marktkarren wird die Leiche einer vergewaltigten Frau gefunden, auf deren Stirn die Initialen F. S. eingeritzt sind. Wenig später entdeckt Lapidius zu seinem Entsetzen den abgetrennten Kopf einer anderen Frauenleiche, die ebenfalls die rätselhaften Initialen trägt. Der Mob stürmt sein Haus, denn alle sind davon überzeugt, dass Lapidius’ Patientin eine gefährliche, mordrünstige Hexe ist. Alle bis auf Lapidius selbst, der die junge Kräuterheilerin längst in sein Herz geschlossen hat. Doch kann er ihre Unschuld beweisen?